Dienstag, 16. August 2011
Sonntag, 16. Januar 2011
Teil zwei!
Mittwoch, 5. Januar 2011
Mein Flug ins kalte Deutschland
Gegen 15 Uhr kam dann leider der Moment an dem ich alle verabschieden musste, was mir schon ganz schön schwer viel,aber für mich war das alles etwas noch sehr unreal, der Gedanke das ich sie eventuell nie wieder sehen konnte, machte mir Angst. Ich fing an alle nacheinander zu umarmen, mich bei ihnen zu bedanken und mir eine Gute Reise wünschen zu lassen. Einige, was mich echt verblüfft hatte, haben mir dann gesagt, dass sie mich nicht weiter umarmen könnten, weil sie sonst anfangen würden zu weinen. Total süß Ich hätte nie erwartet, dass ich ihnen so wichtig geworden bin in diesen 5 Monaten. Der Abschied von meiner Gastfamilie viel mir am schwersten. Meine Gastmutter sagte mir dann zum Abschied, das sie jetzt 4 Kinder habe und hoffe, dass ihre größte, also ich, bald wieder nach hause kommen würde. Mein Gastpapa sagte mir, das er es echt vermissen würde mich morgens um 5 von einer Party abzuholen oder das mir mal wieder irgentetwas wehtuen würde. Allgemein meinte er, er würde es vermissen noch eine Tochter mehr zuhaben, die sich so gut mit allen versteht und bei der sich ihr Spanisch jeden Tag verbessern würde. Außerdem meinte er, das was immer ich auch hätte, ich ihn jeder Zeit anrufen könnte und er würde tun, was er könne um mir zuhelfen. Meine kleinste Gastschwester hatte, glaube ich, gar nicht so wirklich begriffen, dass ich jetzt wegfliegen würde und sie mich für lange Zeit nicht sehen würde. Maxi und Gustavo erzählten mir jedoch danach, das als ich hinter der Glasstür verschwunden war, hätte sie angefangen meinen Namen zu schreien und wie am Spieß zu heulen. Mein Gastvater konnte sie nur beruhigen in dem er ihr sagte, das ich wieder kommen würde. Also muss ich so oder so zurück, um meine kleine wieder zu sehen.
Nachdem ich dann hinter der Glasstür verschwunden war, und noch 1 Stunde auf meinen Flieger warten musste, habe ich die Geschenke von Maxis Familie ausgepackt und seinen Abschiedsbrief geschrieben. Am liebsten wäre ich wieder zurück gerannt und gar nicht geflogen.
Auf meinem Flug nach Santiago de Chile ist nichts besonderes passiert. In Chile am Flughafen musste ich dann leider zu allem übel feststellen, das meine Geldkarte kein Geld mehr hatte und die andere nicht funktioniert hätte. Na toll, dachte ich mir, jetzt sitzt ich am Arsch der Welt irgentwo zwischen 2 Ozeanen, ohne Geld und muss noch 2 Stunden warten. Aber die Zeit ging schnell vorbei und eh ich mich versah saß ich schon wieder im Flieger nach Madrid. Leider in der letzten Reihe und neben einem Franzosen, aber Gott sei Dank am Fenster. Nach 4 Filmen, gefühlten 2 Minuten schlaf und 14 Stunden Flug, kam ich dann endlich in Madrid an.Dort fing das ganze Dilemma erst an. Im Flugzeug sagte man mir, das ich zum Flugsteig U64 gehen sollte. Dort angekommen wurde mir gesagt, das ich zum Flugsteig H87 hätte gehn müssen, der von dem Flugsteig, auf dem ich mich gerade befand, 29 min. entfernt war. Wäre alles kein Problem gewesen, wenn ich mehr Zeit gehabt hätte, aber mein Flug sollte schon in 35 min. gehen. Also musste ich durch die Hallen hetzten, was leider nicht so einfach war, da ich mit einem Koffer, einer Laptoptasche und einer Umhängetasche beladen war. Zu alle dem kam, das ich mit meiner Fußbandaje etwas in der Bewegung eingeschränkt war. Als ich endlich nach 30 min. total abgehetzt und erledigt am Flugsteig angekommen war, hab ich festgestellt das der Flug eine halbe Stunde Verspätung hatte. Na toll. All die Hetzerei umsonst. Von Madrid aus ging es dann nach Frankfurt. Das war der schlimmste Flug von allen. Erstmal gab es weder Essen noch zu Trinken. Dann saß ich noch neben einer Frau, die sich für ganz toll hielt und die ganze Zeit nur rumgemeckert hat. Bei jeder Kleinigkeit hat sie rumgeschrien und gemeckert ohne Ende. Schrecklich. Als wir dann auch noch 1 1/2 Stunden über dem Fluhafen kreisen mussten, um zu warten bis wir die Landeerlaubniss bekamen, hab ich fast nen Knall bekommen.Endlich angekommen musste ich dann noch 1 Stunde auf mein Gepäck warten, da der ganz Flughafen voller Eis und Schnee war. Als ich am Gepäckband auf meine Koffer wartete, stand auf einmal Luisa neben mir. 10 cm größer, aber immer noch meine kleine, süße Schwester. Ich habe sie total doll gedrückt und mich sehr gefreut wieder zusehen.Als ich dann endlich meinen Koffer hatte, bin ich durch die Glasstür durch gegangen, hinter der meine Mama tränenüberströmt auf mich wartete, um mich endlich nach 5 Monaten wieder in den Arm zunehmen.
In der Nacht konnte ich vor lauter Aufregung und Jetlag nicht einschlafen, also habe ich bis 7 Uhr morgens mit Maxi geskypt. Irgendwann bin ich dann vor lauter Müdigkeit in den Schlaf gefallen.