Dienstag, 30. November 2010

Maxis Geburtstag!

Am Freitag, den 19.11.2010, haben wir Maxis 17. Geburtstag im Faro gefeiert. Ja richtig gelesen, ich bin ins Faro gegangen! Juhu! Ah übrigens, das Faro ist die beliebteste Jugenddisko hier in Villa Allende! Also ich bin ich am Freitag nach der Schule mit zu Sofie gegangen, haben was gegessen, Filme geschaut und uns langsam fertig gemacht. Um 2 Uhr morgens ist dann Maxi gekommen und wir haben uns mit einem Taxi auf den Weg gemacht. Es war einfach mega lustig mit der ganzen Klasse mal weggegangen zu sein, die Jungs waren alle total besoffen und meinten sie müssten mir zeigen wie die Partys hier ablaufen. Sie haben mir dann zum Beispiel gesagt: "Anna, ich zeig dir jetzt mal wie man sich ein Mädchen klar macht!" Haben angefangen mit den Mädels zu tanzen und die sind einfach weg gegangen :D haha mega lustig. Später am Abend hat Maxi dann gesagt, dass er mit mir reden müsste. Also sind wir rausgegangen und dort hat er mir dann gestanden, dass er sich in mich verliebt hat. Und das eig. schon seitdem ich da bin. Da er mir auch gefällt, haben wir dann angefangen uns zu küssen.... Das Problem ist nur das er eine feste Freundin hat. An dem Tag waren sie genau 1 Monat zusammen, aber er meinte er wäre sich gar nicht sicher, was er für sie empfindet. Also mal schauen was passiert!

Samstag, 20. November 2010

Tango!

Am Sonntag hatten wir unseren langersehnten Tangoauftritt in Saldan. Am Mittwoch hatten wir unsere letzte Probe, die nicht so der Hammer war, von daher waren wir auch dem entsprechend aufgeregt.Nachdem wir uns umgezogen hatten, meinte unsere Lehrerin dann zu mir und Laurenz, das wir 2 die Ehre hätten, die argentinische Flagge zu präsentieren. Das hieß, wir mussten mit der Flagge auf die Bühne marschieren, uns in die Mitte stellen und die Nationalhymne singen, oder zumindest so tun. Danach haben wir dann nochmal alles durchgeprobt und dann ging es auch schon los. Ich hatte echt Angst hinzufallen, aber zum Glück ist alles gut gegangen.



Nach dem tanzen bin ich dann mit Mauri, Leandro, Sofi und Maxi zu Mauri nachhause gegangen, um Pizza zuessen. Leider hatten wir keinen Ofen und haben daher über dem Grill "gebacken". Die Pizza ist echt eckelig geworden und danach konnte keiner mehr auch nur das Wort Pizza in den Mund nehmen, denn man hatte sofort Lust sich zu übergeben. Aber es war echt lustig!

Donnerstag, 11. November 2010

Hat eingesehen wie wichtig Freunde sind!

In dieser Woche ist in der Schule eig. nicht wirklich was besonderes passiert. Wir mussten für Medien & Techniken 3 Radiowerbungen erfinden, aufnehmen und einreichen. Eine von denen, was ein Roboter zum Hausaufgaben machen war, haben wir „Arschloch“ genannt. Das einzige Wort was mein Kurs kennt und als wir die Werbung uns dann im Kurs angehört haben, haben alle angefangen zu lachen.

Als ich am Donnerstag aus der Schule gekommen bin, hatte ich Nachrichten von Mama geschickt bekommen, dass ich mich doch sofort zuhause melden sollte. Als ich angerufen habe, hat Mama mir mitgeteilt, dass Opa gestorben ist…. Und immer sind irgendwo Spuren deines Lebens:
Gedanken, Bilder, Augenblicke und Gefühle. Sie werden uns immer an dich erinnern und dich dadurch nie vergessen lassen. Danke für alles was du immer für mich getan hast!

Gott sei Dank, haben mich Sofia und Maxi sofort aufgemuntert, Gustavo hat mich in den Arm genommen und alle haben sich ganz lieb um mich gekümmert.

Am Freitag war ich dann mit Giulia ein Eis essen und alle haben mich sofort in den Arm genommen und um mich gekümmert, wenn ich auch nur ein trauriges Gesicht gemacht habe. Teilweise haben sie mir auch richtig schlechte Witze erzählt, sodass ich anfangen musste zu lachen. Also ging es mir dann schon besser.

Am Samstag haben wir dann den 18. Geburtstag von Leandro gefeiert. Was mir ganz gut tat, da ich sehr abgelenkt und mit vielen Leuten zusammen war. Um 24:00 Uhr haben uns die Jungs samt Klamotten dann in den Pool geworfen. Da es mega kalt war, haben wir angefangen im Pool zu tanzen. Später ist uns dann eingefallen, dass es keine Handtücher und keine Wechselklamotten gab, das heißt wir hatten die ganze Nacht unsere nassen Klamotten an, aber es war lustig .




Donnerstag, 4. November 2010

Volkszählung ,Präsidententod & Armbänderknüpfen

Am Montag hatten wir einen ganz normalen Tag. Da ich am Morgen um 7 Uhr aus Puerto Madryn zurück gekommen und auch nicht nochmal geschlafen hatte, war ich auch dem entsprechend müde. Eigentlich hätten wir diesen Tag auch noch frei bekommen, aber ich wollte unbedingt in die Schule um meine Freunde wieder zusehen. Ich habe mich riesig gefreut sie alle wieder zusehen und wieder mit ihnen lachen und lästern zu können. Ich hab sie einfach unheimlich lieb. Sofia , die gerade aus Salta ( Norden von Argentinien) wiedergekommen war, und ich mussten uns echt zusammen reißen, um im Kurs nicht einzuschlafen, aber Gott sei Dank haben wir Montags immer ganz gute Lehrer, die das dann auch nicht so streng sehen, wenn man kurz einnicken sollte. Am Abend ist dann Tango ausgefallen, da ich aber am Wochenende so viel gegessen hatte und mich bewegen wollte, hab ich dann kurzer Hand beschlossen, mit Sol, Lukas und Gustavo zu Taekwondo zu gehen und mit zu trainieren. Da auch Tano da war und ich mit ihm trainiert habe, war es um so lustiger, weil sich keiner von uns so wirklich getraut hat, den anderen zu treten. Taekwondo ist eig. gar nicht so schwer, man muss sich nur die Schritte und die koreanischen Namen gut einprägen und sie dann immer abwechselnd mit seinem „Kampfpartner“ ausführen. Die Sportart besteht aus Drehungen, Sprüngen, Tritten und Schlägen. Die meisten von denen werden allerdings nur angetäuscht und nur im Wettbewerb richtig ausgeführt.

Am Dienstag war dann ein ganz normaler Schultag mit einer Arbeit in „Proyección“ , über die Entstehungsgeschichte von Villa Allende. Dafür mussten wir die wichtigsten Personen, die Geschichte der 6 Schulen und der sozialen und medizinischen Einrichtungen wissen. Da mir aber erst am Montag Bescheid gesagt wurde, dass wir die Arbeit schreiben, hab ich dem entsprechend auch nicht wirklich gelernt und außerdem war der Text auch relativ schwer und unverständlich, sodass ich in der Arbeit nicht wirklich viel hinschrieben konnte.


Am Mittwoch war dann Volkszählung angesagt, das heißt die ganze Familie musste zuhause bleiben und dann wurde man zu seinem Leben befragt. Zum Beispiel haben sie gefragt wie viele Leuten denn in dem Haus wohnen, ob man Handy, Telefon und Internet hat, von welchem Anbieter man ist, ob man ein Auto hat, etc. An diesem Morgen ist allerdings auch der Expräsident, und der Ehemann der derzeitigen Präsidentin gestorben. Jedoch war keiner so wirklich traurig, weil dieser Mann Argentinien die derzeitige Finanzkriese gebracht hat. Dieses Präsidentenpaar wird eigentlich nur von den „Negros“ ( die Arbeitslosen) gewählt, da diese von dem Staat Häuser geschenkt bekommen und richtig viel Geld kassieren, obwohl sie noch nie gearbeitet haben. Deswegen war eigentlich keiner so wirklich traurig. Im Fernseher lief dann allerdings den ganzen Tag nichts anderes als ein Zusammenschnitt von seinem Leben und Bilder von der Trauerfeier, auf der allerdings auch jubelnde Menschenmengen waren.

Am Nachmittag hab ich mich dann mit Sofia, Maxi, Tano und noch ein paar anderen Freunden auf dem Poli (ein Sportplatz in Villa Allende) getroffen, um Armbänder zu knüpfen und den Tag zusammen zu verbringen.


Am Donnerstag hatten wir dann wieder ganz normal Schule, die mit einer langen Ansprache und Schweigeminute für den Expräsidenten begann. In Englisch wurde mir dann mein Arbeit zurück gegeben, eine 9,und außerdem noch andere Übungsaufgaben. Sofia wurden die auch zurück gegeben, allerdings stand auf ihrer Übungsaufgabe „Gut gemacht, Anna!“, da es Haar genau das gleiche wie meins war. Daraufhin hat meine Lehrerin dann gemeint, dass die anderen aus dem Kurs doch auch mal von mir profitieren sollten und hat mich umgesetzt.


Am Freitag war ich dann mit Giulia „ Tröster- und Läuseeis“ essen, als Dankeschön dafür, dass sie immer für mich da ist und mir bei allem hilft. Im Unterricht haben Sofia und ich dann Armbänder geflochten. Einige Lehrer haben uns zwar gesagt, dass wir es weglegen sollten, aber mit dem Argument, dass die Armbänder für sie seien, haben sie uns dann weiter machen lassen.


Am Samstag habe ich mich dann mit Sofia, Franco und Volpe um 10 Uhr morgens getroffen, um mit ihnen nach Cordoba Zentrum zu fahren. Der eigentlich Plan war eigentlich, ein Piercing stechen zulassen, da aber in jedem Lokal nach der Erlaubnis der Eltern gefragt wurde, haben wir dieses Vorhaben dann kurzfristig verschoben. Da wir jedoch schon mal in Cordoba waren, sind wir dann Wolle für die Armbänder kaufen gegangen und sind in der „Superpark“, eine Freizeitanlage wie der Heidepark nur kleiner, gegangen und uns dort dann sehr gut amüsiert.



Am Abend bin ich dann mit zu Sofia gegangen, um mit ihr auf einen Geburtstag von unserer Schule zu gehen und später dann bei ihr zu schlafen. Der Geburtstag allerdings war total langweilig. Es waren fast nur Jungs auf der Feier, es war kalt, es gab nichts zu trinken, die Musik und das Licht sind andauernd ausgefallen und dann hat auch noch einer der Deutschen angefangen meine Freunde erst auf Deutsch und dann auf Spanisch zu beleidigen.



Am Sonntag war dann der Geburtstag von der Mama von Sofia, die mich dann auch gleich eingeladen hat den ganzen Tag mit ihnen zu verbringen und auch Abends auf ihre Feier zu kommen.

Sofia und ich haben dann den Tag damit verbracht, uns zu Sonnen, Armbänder zu knüpfen und Maxi, der eine Straße weiter wohnt, zu besuchen. Am Abend sind dann auch noch Leandro, der Freund von Sofia und auch ein sehr guter Freund von mir, und Maxi zu der Familienfeier gekommen. Wir waren ungefähr 50 Leute an dem Abend, da die ganze Familie gekommen war und das sind ganz schön viele. Gegen 24 Uhr bin ich dann nach Hause gefahren, um wenigstens eine Nacht zuhause zu verbringen.