Mittwoch, 27. Oktober 2010

Puerto Madryn

Am Mittwoch bin ich am Morgen noch zur Schule gefahren, um mich von meinen Freunden zu verabschieden, da ich das am Dienstag nach der Schule vergessen hatte. Gegen 12 Uhr wollte ich dann ein Remis nehmen, um zu Giulia zufahren, um mit ihr letztendlich den Intercordoba ins Zentrum zu fahren, wo wir uns mit den anderen Deutschen getroffen haben. Als ich dann endlich nach 40 Minuten Verspätung bei Giulia vor der Tür stand (da mein Taxi nicht kam), kam auch relativ schnell der Intercordoba. Mal typisch wieder ich, pack ich mich volle Kanne hin, als ich in den Bus einsteigen wollte, verknacks mir den Fuß und hol mir blaue Flecke. In Cordoba Zentrum haben wir dann wie gesagt die anderen Deutschen getroffen. Von den ursprünglich 19 Leuten vom Vorbereitungscamp sind 16 mitgefahren, was mehr als in Buenos Aires sind. Gegen 14:30 Uhr haben wir uns dann auf die lange Busfahrt begeben. Die mussten wir allerdings mit einer Gruppe von 30 argentinischen Rentnern antreten, das heißt wir mussten im Bus echt etwas Rücksicht nehmen. In der Nacht haben dann allerdings 2 von denen ein Wettschnarchen veranstaltet. Das war so nervig, dass ich mir kurzerhand meinen IPod geschnappt und die ganze Nacht Musik gehört habe. Hinzu kam allerdings auch noch, dass die Sitze sehr unbequem zum schlafen waren, das die ganze Zeit die Klimaanlage an war (mal stärker und mal weniger) und das die ganze Nacht durch schreckliche Musik gelaufen ist. Alles in allem war die Nacht kurz, nervig und hat zu Erkältungen dank der Klimaanlage geführt. Als wir dann endlich nach 22 Stunden im Bus in Puerto Madryn angekommen, an unserem wunderschönen Hotel direkt am Meer. Nachdem wir unsere Sachen ausgepackt und Mittag gegessen hatten, sind wir mit den Rentnern zusammen auf eine Stadtrundfahrt gefahren, die allerdings nur aus einem Strandspaziergang bestand. Am Abend bekam ich dann den Schock meines Lebens. Ich hatte LÄUSE. Richtig eckelig, aber Gott sei Dank hatte ich „Mama Giulia“ dabei, die sich damit super auskannte und sie sofort mit einer Lotion (für 36 $ aus der Apotheke) bekämpft hat. Beim Essen hat sich dann einer verplappert und es ist total die Kriese ausgebrochen und alle haben sich verrückt gemacht. Allerdings haben wir somit auch rausgefunden, das ich nicht die einzige war, die Läuse hatte und somit konnten alle Köpfe von Läusen befreit werden.

Am 2. Tag sind wir Pinguine anschauen gefahren. Nach 3 Stunden Fahrt sind wir dann
(noch weiter im Süden) bei den Pinguinen angekommen. Allerdings wurde an diesem Tag auch mein Weltbild von den Pinguinen zerstört. Für mich gehören Pinguine zu Eis und Schnee, dort allerdings leben die Pinguine in einer Steinwüste direkt am Meer. Durch diese ganze Wüste ist dann eine Art Weg gelegt mit Absperrungen, die du nicht übertreten darfst, da du den Lebensraum zerstören könntest. In dem ganzen Pinguin park sollen angeblich 1 Million Pinguine leben, allerdings haben wir nur ungefähr 500 gesehen, was allerdings auch schon beeindruckend war. Das lustigste war, das wenn ein Pinguin den Weg überqueren wollte, mussten alle Leute anhalten mit 5 Metern Abstand, damit er ganz in Ruhe watscheln konnte. Momentan war die Zeit, wo alle Pinguine, ihre Eier ausbrüten. Jeder Pinguin paart sich mit einem Weibchen, wenn die Befruchtung erfolgreich war, d.h. das es 2 Eier werden und die Kinder dann auch gesund und ohne Defizite geboren werden, paaren sie sich im nächsten Jahr nochmals, bis zum Ende ihres Lebens. Wenn es jedoch nicht erfolgreich war, dann töten sie die Kinder und lassen die Frau alleine.

Am 3. Tag sind wir dann Wale anschauen gefahren. Wir sind mega nah an diese Riesentiere mit dem Boot rangefahren, sodass sie keine 20 Meter von uns aufgetaucht sind, und gespielt haben. Weiter weg ist dann auch einer gesprungen. Wir hatten an dem Tag so ein Glück, das kein Wind da war, sonst hätten wir die nie im Leben so schön erlebt. Als die Wale unter dem Boot durch getaucht sind, hat sich das teilweise so doll bewegt, dass wir Angst hatten rauszufallen und mir sogar kotz übel geworden ist. Aber es war total schön die Wale mal von so nah sich anzuschauen, ich hätte nie im Leben gedacht, dass die so groß sind.

Am 4. Tag mussten wir dann leider schon um 8 Uhr morgens uns wieder in diesen schrecklichen Bus reinsetzten, um uns auf die 22 Stunden Rückfahrt zu begeben. Bei einigen Stopps haben wir dann Fußball gespielt oder sind im Meer schwimmen gegangen. Als Sophie und ich (beide blond) Fußball gespielt haben, kamen dann nach einander alte Männer ( ~ 65 Jahre) an und wollten mit uns ein Foto schießen. Echt nervig. Gott sei Dank hat dann die Kamera ihren Geist aufgegeben und wir mussten weiter fahren, sodass kein anderer mehr kommen konnte.

Die Reise war echt total schön und ich bin froh, dass ich mir auch mal einen ganz anderen Teil von Argentinien anschauen konnte.Danke Mama und Papa!

1 Kommentar:

  1. Hallo Schatz,
    das klingt ja alles - bis auf die Läuse - mal wieder ganz phantastisch...übrigens: gute Idee der Pinguine, das mit den Kindern & den Frauen...weil ihr so gut gelungen seid, bleibe ich ja den Rest des Lebens bei deiner Mama...
    Ich denke oft an dich!
    StQ & Papa

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